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Dreifache Hormonblockade

3fach hält besser

Die Dreifache Hormonblockade (DHB) ist in Deutschland und analog in Europa nicht zur Behandlung des Prostatakrebses zugelassen. Folglich wird ein erheblicher Teil der für die Medikamente anfallenden Kosten nicht von der Gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt. Bei diesem Anteil handelt es sich also um "Off-Label-use" = Anwendung außerhalb der zugelassenen Indikation. Aus diesem Grunde sind die meisten Urologen nicht bereit diese Therapie anzuwenden.

Untersuchungen vor der DHB:
Da bei der DHB gravierende Veränderungen des Hormonhaushalts stattfinden, sind vor Beginn der DHB die Ausgangswerte zu ermitteln, damit während und nach der DHB diese Ausgangswerte als Vergleichswerte verfügbar sind.

Vor der ersten Verabreichung der ersten Medikamente sind zu bestimmen:
Kleines Blutbild,
Leberwerte GPT,
GOT und ?-GT (Gamma-GT),
PSA,
PAP,
AP und
Testosteron.

PSA und PAP sollen frühestens 5 Wochen nach der Gewebeentnahme bestimmt werden, da sie andernfalls erhöht sein können. Wenn Sie jedoch innerhalb dieser 5 Wochen mit der DHB beginnen möchten, ist trotz möglicher Verfälschung die Messung vor Beginn der HB zu empfehlen. Bei ungünstigen Ausgangswerten (insbesondere bei hohem Gleason-Score) zusätzlich: - CEA, CGA und NSE.
Diese Werte weisen auf besondere Varianten von Krebszellen hin. Bei nachgewiesenen und bei Verdacht auf Knochenmetastasen zusätzlich die Urinwerte: - Kreatinin/U und Desoxypyridinolin (DYPD).
Diese Werte deuten u.U. auf verstärkte Knochenabbauprozesse hin.

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